GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Projekt des Monats: 100% Holz mit Gold belohnt

Holz ist der nachwachsende Rohstoff Nummer 1. Jede Sekunde bildet sich in Österreich ein m³ Holz nach. Hinzu kommen wirtschaftliche Aspekte: Durch die kurzen Wege wird die regionale Wertschöpfung unterstützt. Für die oft diskutierten Themenfelder wie Brand, Schall oder Feuchte gibt es mittlerweile sichere und ausgereifte Lösungen. Da ist es kein Wunder, wenn immer mehr gemeinnützige Bauvereinigungen auf Holz setzen. So auch die Alpenländische. 

Die Wohnanlage in Tux umfasst insgesamt zwölf Einheiten: zwei Zweizimmer-, acht Dreizimmer- und zwei Vierzimmerwohnungen. Zu den Einheiten gehören 23 Tiefgaragenplätze sowie jeweils ein Kellerabteil. Die Wohnungen bieten viel Sonne und einen freien Blick Richtung Gletscher. Architekt DI Armin Autengruber hat mit dieser Architektur besonders auf die Landschaft und die umliegenden Gebäude bzw. Materialien Bedacht genommen.

Holz bis auf den Kern

Die Wohngeschosse bestehen im Bereich der Außenwände aus gedämmter Holz-Riegel-Konstruktion mit Vorsatzschale innen und Vorsatzfassade. Die Wohnungstrennwände sind in Massivholzbauweise errichtet und die tragenden Zwischenwände bestehen aus Holz-Riegel-Elementen. Auch für die Decken und die Dachkonstruktion kam Massivholz zum Einsatz. Das Dach ist zudem mit einem Warmdachaufbau versehen und mit bituminöser, beschieferter Schwarzdeckung abgedichtet. Für die Fassade wurde eine Holz-Schalung sägerau mit Vergrauungslasur bzw. naturbelassen mit Plattenfassade verwendet. Holzinnentüren sowie Holzfenster mit 3-fach Wärmeschutzisolierverglasung komplettieren die Ausführung der Wohnanlage.

Ing. Alexander Zlotek, zuständig für die Geschäftsbereichsleitung Technik der Alpenländischen, erklärt die Intentionen beim Projekt im Zillertal: „Wir haben uns generell die Schaffung von ökologischem, nachhaltigem, ökonomischem und vor allem leistbarem Wohnraum zum Ziel gesetzt. In Tux wurde eine Wohnanlage in Massivholzbauweise und Passivhausqualität, entsprechend den höchsten Qualitätsstandards, realisiert. Mit dem Bau wurde im März 2018 begonnen. Durch modulares Planen und serielles Vorfertigen der Bauteile konnte eine kurze und optimierte Bauzeit erreicht werden. Trotz des harten und langen Winters wurden die Wohnungen bereits im März 2019 an die Bewohner übergeben.“ Heuer wurde das Projekt mit dem klimaaktiv Gütesiegel Gold ausgezeichnet. Die Anlage zeigt, dass Holz nicht nur im Einfamilienhaus eingesetzt werden kann, sondern auch hervorragend für mehrgeschossige Bauten geeignet ist. 

Gütesiegel klimaaktiv

Das klimaaktiv-Gütesiegel des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie steht für Nachhaltigkeit, Qualität und den optimalen Einsatz von Ressourcen. Die Alpenländische ist seit 2012 offizieller klimaaktiv Partner. Alleine im Jahr 2019 ist es der Alpenländischen gelungen, insgesamt 22 klimaaktiv-Auszeichnungen zu verdienen. Insgesamt sind bereits 70 Gebäude deklariert (zwölf Bronze -24 Silber -34 Gold). Österreichweit ist fast jedes neunte Klimaaktiv Gebäude von der Alpenländischen errichtet worden.

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