GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Aufgestockt und angebaut

Kein Zimmer mehr frei und eine deutlich höhere Nachfrage als Angebot – was für Salzburgs Hotellerie zumindest zur Festspielzeit „normal“ ist, ist bei (leistbaren) Wohngelegenheiten für Hochschüler Dauerzustand: Wohnplätze in Studentenheimen sind – trotz eines erheblichen Zuwachses in den letzten Jahren – in der Landeshauptstadt knapp und sehr begehrt.

Eine leichte Entspannung im Nachfrageüberhang kann sich „die salzburg“ gutschreiben, indem sie nach Plänen von Udo Heinrich Architekten das Zimmerangebot im „Studentenhaus Paracelsus“ um 51 auf nunmehr 110 Einheiten - Einzelzimmer und Garconnieren - fast verdoppelt hat. Und das, ohne gleich neues Bauland ankaufen zu müssen. „Städtebauliche Nachverdichtung“ weist der Projektkompass als generelle Zielrichtung aus und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Altbestand in der Konrad-Laib-Straße wurde rundum thermisch saniert und um eine Etage in Holzriegelbauweise aufgestockt. Auf dem Areal Platz gefunden hat ebenso ein neuer Anbau mit vier Wohnebenen und einer großen Gemeinschaftsterrasse am Dach.

Die neuen Garconnieren sind mit Fertignasszellen und Kleinküchen ausgestattet, rd. 22 m² groß und verfügen zumeist über Balkone oder Terrassen. Auch im aufgestockten Objekt lädt nun das „ganz oben“ zum Verweilen ein, Weitblick auf die Berge und Festung Hohensalzburg gibt´s obendrein. Die unmittelbare Nähe zur Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie die gute Anbindung zum öffentlichen Verkehr und ans Radwegnetz sind zusätzliche Atouts für´s „Paracelsus“.

„Es ist bemerkenswert, wie hervorragend die Verbindung zwischen Alt und Neu gelungen ist und wie harmonisch städtebauliche Nachverdichtung funktionieren kann“, freut sich „die salzburg“-Chef Markus Sturm. „Es funktioniert“, kann man auch vom Heimbetrieb sagen – Vollbelegung ist angesagt.
 

Fotocredit: die salzburg

 


Fotocredit: die salzburg

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